Arbeiten in der Medienbranche Ludwigsburg: Onboarding bei Ungeheuer + Ulmer
Bericht von Jasmin (Anfang 30, Ludwigsburgerin, Abteilung: Leserservice)
Wie war dein erster Tag im Medienhaus?
Mein erster Tag war direkt ziemlich voll – im positiven Sinne. Ich wurde von meiner Abteilungsleiterin Jessica empfangen. Wir haben einen Rundgang durch den Verlag gemacht und ich bekam gleich meine IT-Ausstattung und alle Zugänge. Danach dachte ich nur: Wow, das sind echt viele neue Eindrücke auf einmal.
Wie ging es dann weiter?
Bei uns gibt es ein richtiges Onboarding-Konzept. Ein Teil davon ist der „Durchlauf“ – das ist wie eine kleine Unternehmensrallye, bei der man nach und nach fast alle Abteilungen kennenlernt. Bei mir hat das drei Wochen gedauert, weil ich in Teilzeit arbeite. Pro Tag standen ungefähr zwei Termine an und ich war in ganz unterschiedlichen Abteilungen zu Gast. Die Teams haben mir ihre Arbeit erklärt, ich durfte zuschauen und habe gemerkt, wie viele Themen hier parallel laufen. Besonders spannend fand ich auch die Einblicke in Druck und Endverarbeitung. Die Kolleginnen und Kollegen nahmen sich die Zeit und führten mich durch die Produktionsstrecken – zu sehen, wie Produktion und Zeitungsdruck wirklich ablaufen, war beeindruckend.
Bist du in der Zeit gar nicht in deiner eigenen Abteilung gewesen?
Doch, ich hatte zwar diese Durchlauf-Stationen, aber das waren täglich maximal zwei Stunden. Während der verbliebenen Zeit hat meine fachliche Einarbeitung im Team ganz normal begonnen. Ich habe mich in unser Kundenprogramm eingearbeitet und bearbeite inzwischen schon Standardfälle – zum Beispiel, wenn eine Zeitung mal nicht ankommt, wenn jemand eine Urlaubsmeldung macht oder wenn neue Abos angelegt werden.
Was konntest du durch den Durchlauf mitnehmen?
Vor allem: Zeitung ist so viel mehr als das, was am Ende im Briefkasten oder auf dem Tablet landet. Am Anfang ahnt man gar nicht, wie viel im Hintergrund passieren muss, damit alles jeden Tag funktioniert. Für mich war das wie ein Puzzle – jede Abteilung ist ein Teil, und nach und nach setzt sich das Gesamtbild zusammen.
Hinzu kommen noch viele weitere Produkte, die aus dem Medienhaus kommen: Agenturleistungen wie Webseiten und Social-Media Kampagnen oder Dienstleistungen in den Bereichen OOH, Publishing, Leserreisen, Veranstaltungen, Verzeichnismedien und vieles mehr. Hätte ich die Rallye nicht gemacht, hätte ich nicht annähernd einen Überblick, was im Medienhaus Ungeheuer + Ulmer alles entsteht.
Welche Stationen im Durchlauf haben dir besonders gefallen?
Ganz ehrlich: eigentlich alles. Weil wirklich jede Station ihren Beitrag leistet – egal ob die Zeitung später digital oder print gelesen wird: Redaktion, Planung, Sales, Gestaltung, Prüfung, Druck… da hängt ein riesiger Rattenschwanz dran, bis die Zeitung am Ende pünktlich um 6.00 Uhr ausgeliefert wird.
Kannst du das genauer erklären?
Für mich ist die Ludwigsburger Kreiszeitung, die LKZ, das Hauptprodukt. Denn ich arbeite im Leserservice und beantworte Abonnentenfragen. Und dafür ist es total hilfreich zu verstehen, wie die Zeitung überhaupt entsteht. Für viele Leser ist es selbstverständlich, dass die Ausgabe einfach da ist – aber wenn man mal sieht, wie viele Schritte dahinterstecken, ist das wirklich faszinierend. Das ist wie ein Uhrwerk mit ganz vielen Zahnrädern. In meinem alten Job habe ich die Zeitung nur digital gelesen und mir ehrlich gesagt nie Gedanken gemacht, was dafür alles nötig ist.
Was hat dir das Onboarding noch gebracht?
Ich werde künftig auch im Kundencenter Fragen beantworten – und durch die Rallye konnte ich schnell viele Kontakte zu meinen Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen knüpfen. Ich kenne jetzt Namen und Gesichter, und das macht einen riesigen Unterschied. Man traut sich viel eher, einfach mal zum Hörer zu greifen oder jemanden direkt anzusprechen.
Was empfiehlst du den Lesern, um auch einen Eindruck über die Herstellung der Tageszeitung zu bekommen?
Betriebsführungen finde ich super. Da erlebt man das Ganze mal live – und Leser*innen können sich dafür auch selbst anmelden.
Ist dein Durchlauf nun beendet?
Das Tagesprogramm ist durch – aber zwei Punkte stehen noch aus: der Zeitungsdruck in der Nacht und die Nachtzustellung. Hier arbeiten viele Menschen zu einer Tageszeit im Medienhaus, zu der ich schon zuhause bin. Darauf freue ich mich sehr, weil das bestimmt nochmal einen ganz anderen Blick hinter die Kulissen gibt. Ohne den Durchlauf würde ich diese Kolleginnen und Kollegen nie kennenlernen.
Wie hast du deine Stelle im Medienhaus gefunden?
Ich habe die Ausschreibung bei JIL.de (Jobsinludwigsburg.de) entdeckt – und zusätzlich kam noch ein Hinweis aus der Familie. Mir war bei der Jobsuche wichtig, dass es in der Nähe ist, also in Ludwigsburg.
Warum hast du dich dann beworben?
Die Stelle war mit 30 Stunden ausgeschrieben – genau dieses Mittelding, das ich gesucht habe. Und ich war echt überrascht, wie zügig das Medienhaus reagiert hat: Zwei Tage nach meiner Bewerbung hatte ich schon alle wichtigen Infos und Rahmenbedingungen vorliegen, sodass ich mich schnell orientieren konnte. Eine Woche später fand bereits das Vorstellungsgespräch statt. Dieser flotte und klare Prozess hat mir richtig gut gefallen.
Wie ist dein Fazit nach den ersten 30 Tagen?
Es macht mega Spaß. Ich bin in einem Team mit elf Personen und fühle mich total gut aufgenommen. Man merkt einfach, dass hier viele zusammen an einem Produkt arbeiten – und das motiviert.
Willkommen im Medienhaus Ungeheuer + Ulmer im Herzen von Ludwigsburg: Aus der 1818 gegründeten Hofbuchdruckerei ist ein modernes Medienhaus geworden, das Medien und Kommunikationsmittel gedruckt und digital umsetzt – zuverlässig, termintreu und in hoher Qualität. Unter dem Motto „Alles aus einer Hand“ vereint U+U Bereiche wie Presse & Journalismus, Druckerei, Publishing (Special-Interest-Magazine), Außenwerbung, Messen & Events sowie digitale Online-Marketingmaßnahmen. Unter dem Dach des Medienhauses erscheint außerdem die Ludwigsburger Kreiszeitung – mit gedruckter Ausgabe und E-Paper.


