Leserreisen.
Mindestens zweimal im Jahr bietet die Ludwigsburger Kreiszeitung Leserreisen an. Wer mit der auflagenstärksten Tageszeitung im Landkreis verreist, bucht automatisch ein Rund-um-Sorglos-Paket. Hier muss sich der Urlauber um nichts kümmern. Reiseleitung, Ausflugsbegleitung, Hotels, Transfers, An- und Abreise ab der Bärenwiese – alles wird organisiert. Immer dabei, jemand aus dem Hause der LKZ.
Reiseziele wie Japan, China, Nord- und Südamerika, aber auch Europa wurden bereits erkundet und es gibt noch viel mehr zu sehen.
Alle kommenden Reisen finden Sie auf der Website www.lkz.de/leserreisen. Dort finden Sie auch die Bildergalerien der vergangenen Reisen. Lassen Sie sich inspirieren und buchen Sie schon bald Ihre erste eigene LKZ-Leserreise.




LKZ-Leserreise Bericht über die Reise "Rund um Großbritannien und Irland"
Kreuzfahrt auf der MS Artania (6. bis 19. Oktober 2025)
Was gibt es auf einem Schiff mit Kurs auf Großbritannien außer Steuerbord und Backbord? Richtig, „Passbord“, weiß ein Mitreisender augenzwinkernd. Denn einen Reisepass nebst einem Visum benötigt man seit dem Brexit 2020 zur Einreise ins Vereinigte Königreich.
Mit 1.100 Passagieren ist die ausgebuchte Artania das größte Schiff der Phoenixreisen-Flotte. Ihre Route führt von Bremerhaven über Newcastle, Edinburgh und Inverness nach Glasgow und Liverpool, sowie über Belfast und Cork in Irland nach Plymouth und Portsmouth an Englands Südküste und wieder
zurück nach Bremerhaven. Dreizehn Tage im Oktober – ohne einen einzigen Tag Regen. Wie lange sind wir diesmal unterwegs? Fragt Kapitän Morten Hansen seinen Kreuzfahrtdirektor Moritz Stedtfeld am ersten Abend. Bei 15 bis 20 Reisen jährlich kann man schon den einen oder anderen Fahrplan nicht im Kopf haben …
Erster Halt Newcastle. Ein Ausflugsziel ist der Hadrianswall, der römische, noch gut erhaltene, weil gemauerte Limes im Norden Englands. Buseinstieg
links. Einer klopft beim Fahrer außen an, er möge Platz zum Einsteigen machen. In Edinburgh liegt MS Artania auf Reede, direkt vor der 1890 eröffneten, eindrucksvollen Eisenbahnbrücke über den Firth of Forth. Das Ausbooten bei leicht kabbeligem Seegang wird zur Herausforderung für die Crew, weil einige Passagiere nicht mehr so leichtfüßig sind, wie sie es gerne wären. Noch etwas rauere See dann bei Windstärke acht nachts rund um Schottland. Das ist aber die einzige, leicht stampfende Schiffsbewegung während der gesamten Reise. Auf ihren Ausflügen wandeln die Passagiere auf den Spuren von Kelten, Römern, Angeln, Jüten, Sachsen, Wikingern und Normannen. Ja, Großbritanniens und Irlands Geschichte ist vielfältig und verworren. Viele Freunde hat sich, vor allem England, vom Mittelalter bis in die Neuzeit auch nicht gemacht. Aber stolz auf vergangene Zeiten sind sie dennoch, die Briten, als sie noch die Weltmeere beherrschten – noch heute singen sie Rule Britannia, Britannia Rule the Waves! Auf Schottisch ist ein See ein Loch, das auch wie im Deutschen ausgesprochen wird. Ganz gleich ob das liebliche Loch Lomond oder das ungeheuer berühmte Loch Ness, wenn schwäbische Engel reisen, scheint hier auch zu später Jahreszeit die Sonne. Nessi lässt sich dafür leider nicht blicken. Das nächste Mal vielleicht.
Die Gäste freuen sich auf Liverpool, Stadt des FC Liverpool mit seinem mitten in einem Wohngebiet gelegenen Stadion an der Anfield Road, und natürlich Stadt der Beatles. Auch über sechzig Jahre nach ihren ersten Erfolgen sind sie in Liverpool allgegenwärtig. Help! Die meisten Touristen lassen sich vor ihrem Denkmal fotografieren. Egal, Come Together, Let It Be und nicht zu vergessen: Here Comes the Sun! Mehr als die Hälfte aller Nordiren wünschen sich letzten Umfragen zufolge ein vereintes Irland. Doch London lässt dies nicht zu. Das Ergebnis ist eine europäische Außengrenze quer durch die Grüne Insel. Mit Lockerungen zwar, jedoch sehr speziell für alle Seiten. Aber eines ist sicher: Die Basaltsäulen am Naturdenkmal Giant‘s Causeway werden den Konflikt ganz sicher überleben.
In Cork lassen sich die Landausflügler, und das sind die meisten, Guinness und Whiskey schmecken; in Irland wird Whisky mit ey geschrieben, bevor es in Cobh, sprich Coof, wieder an Bord von MS Artania geht. Im südirischen Cobh nahm die Titanic am 11. April 1912, dem letztem Stopp vor dem Untergang, ihre letzten Passagiere auf. Von Plymouth aus begibt sich die Mehrzahl der Passagiere mit Bussen ins legendäre Dartmoor, ab Portsmouth starten Ausflüge nach Salisbury
und Stonehenge sowie nach London. Eine beeindruckende Reise, auf die es am Abschlussabend anzustoßen gilt, aber nicht auf Englisch mit Cheers, sondern, wie immer, wenn Kapitän Morten Hansen das Kommando hat, mit einem kräftigen norwegischen Skål!
Autor: Udo Jansen
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